Das Haus am Bahnhof von Celerina hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Einst gebaut im Jahre 1907 mit dem Aufschwung der Rhätischen Bahn, welche das Oberengadin erschloss, damals noch mit direktem Gleisanschluss. Es diente als Holzlager der „Chalet Fabrik Celerina“. Das Holzlager wurde dann in den 1950er Jahren als Wohnhaus und Kantine umgebaut. In den 1980er Jahren, als die gesamte Schreinerei mit dem ehemaligen Holzlager verkauft wurde, fand eine Aufstockung mit einem weiteren Wohngeschoss statt. Beim Generationenwechsel der Liegenschaft im Jahre 2017 wurde das ganze Haus innen und aussen in Etappen komplett saniert und den heutigen Wohnbedürfnissen angepasst.
Dank dem einfachen, statischen Prinzip des Hauses mit tragenden Aussenmauern und inneren gemauerten Pfeilern, welche in der Firstachse stehen, konnten die Innenräume einfach angepasst werden. Zeitgemässen Grundriss- und Wohnformen konnten entstehen. Die angepasste Raumstruktur im Innern ist auch im Aussenbereich ablesbar: Die Messing- und aus Holz gefassten Panoramafenster zeigen die neue innere Raumgestaltung und deren neue Ausrichtung der Innenräume zur Landschaft.

